 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 | Daten und Fakten zur Ökoschule |
|
|
Schließung abgewendet
|
Die Stadtverwaltung der Stadt Halle hatte als Träger der Ökoschule geplant, das Schulumweltzentrum in der Franzigmark zum 01.01.2010 zu schließen und die Ökoschule in die Grundschule "Frohe Zukunft" zu verlegen. Das wird nicht passieren. Dem Stadtrat lagen am Ende zwei Anträge vor, welche in den verschiedenen Ausschüssen beraten wurden. Am 24.02.billigte der Stadtrat mit großer Mehrheit den Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen, welcher den Erhalt des Schulumweltzentrums und die Übertragung an einen freien Träger beinhaltete. Dieser sollzum Beginn des nächsten Schuljahres das Schulumweltzentrum übernehmen. Dazu erhält er von der Stadt einen Sachkostenzuschuss. Die Ökoschule verbleibt weiter in der Franzigmark. Wir danken allen Unterstützern und allen Teilnehmern an der Postkartenaktion, welche immerhin 3500 Unterschriften erbrachte.
Wenn Sie sich für den Erhalt des Schulumweltzentrums in der Franzigmark einsetzen w. Neue Regelungen für Schulen aus dem Saalekreis und aus anderen Kreisen außerhalb Halles Außerdem hat die Stadt Halle uns weitere Sparmaßnahmen auferlegt. Deshalb müssen Schulen aus dem Saalekreis (und anderen Kreisen außerhalb der Stadt Halle) ab September einen Beitrag für den Besuch der Ökologieschule entrichten. Über die Höhe des Beitrages können wir keine Auskunft geben. Damit ist auch eine Veränderung der Anmeldung verbunden. Nachdem sich die Klassen wie gewöhnlich in der Ökoschule angemeldet haben, müssen sie sich nochmals im Schulverwaltungsamt anmelden, dort soll die finanzielle Seite der Anmeldung geregelt werden. Ansprechpartner sind nach Auskunft von Herrn Hildebrand (Leiter des Schulverwaltungsamtes) folgende Personen: Herr Zschokke (Ressort Schule - Tel. 0345/2113130) oder Frau Farkasch (Schulplanung/ Schulorganisation - Tel. 0345/2113136).
Diese Vorgehendsweise wird wahrscheilich dazu führen, dass sich weniger Klassen zum Unterricht in der Ökoschule anmelden, d.h. die Schülerzahlen, auf die die Vertreter der Schulverwaltung immer großen Wert legen, werden "von Amts wegen" zurückgehen. Geplant ist von Seiten der Verwaltung ebenfalls die Reduktion der Unterrichtsinhalte. So sollen Angebote ohne explizite Hinweise der Rahmenrichtlinien auf den Besuch von Ökoschulen gestrichen werden (s.o.). Einige Daten und Fakten über Auslastung und Kosten der Ökologieschule finden Sie hier.
|
Kosten und Auslastung
|
Mit ihren Angeboten nach Rahmenrichtlinien/Lehrplänen für verschiedene Fächer, der Richtlinie zur ökologischen Bildung und dem Erlass des Kultusministeriums „Öko-Schulen in Sachsen-Anhalt“ ist die Trägerschaft der Öko-Schule Halle-Franzigmark durch die Stadt eine Pflichtaufgabe. Ausdruck dessen ist der bestehende Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Land, vertreten durch das Kultus- und das Umweltministerium.
Die Öko-Schule Halle-Franzigmark arbeitet seit 1990 sehr erfolgreich bei der pädagogischen Umsetzung von Themen wie Struktur von Ökosystemen, Biodiversität, Arten- und Biotopschutz sowie Klimaschutz und Erneuerbare Energien.
Essenzielle Grundlage dafür ist das Gelände des ehemaligen Standortübungsplatzes Franzigmark, auf welchem alle wichtigen Lebensräume sowie zahlreiche seltene Arten schnell erreichbar vorkommen.
Die außerordentlich erfolgreiche Arbeit der Öko-Schule Halle-Franzigmark spiegelt sich auch in der über Jahre konstanten Nachfrage der Schulen wider, und dies trotz sinkender Schülerzahlen und damit verbunden deutlich weniger Schulen und Klassen in der Stadt.
Im Schuljahr07/08 lag die Schülerzahl bei über 4000, multipliziert mit der durchschnittlichen Unterrichtsdauer von 4,5 Std. ergibt sich, die für Vergleiche nutzbare, Schülerstundenzahl von 18.000. Die Schulformen sind zu je 25 % (Gymnasium und Sekundarschule) bzw. 20 % und 17 % (Grundschulen und Förderschulen) verteilt, bei der Schülerzahl dominiert gar das Gymnasium mit 30 %. Die gleichmäßige Verteilung zeigt das Vermögen der Lehrkräfte, interessante Themen anspruchsvoll und schulformbezogen zugleich anzubieten.
Gemeinsam mit dem BUND und der damaligen Sekundarschule Wittekind (heute „J. Chr. Reil“) wurde 1996 das Projekt „Klimaschutz macht Schule“ initiiert und mit der Stadtverwaltung sowie der EVH in den Folgejahren inhaltlich und finanziell erfolgreich umgesetzt.
Vor dem Hintergrund der finanziell angespannten Haushaltslage der Stadt möchten wir an dieser Stelle noch einmal darlegen, dass gerade die Öko-Schule Halle-Franzigmark durch die Bereitstellung von Lehrkräften des Landes gemessen an ihrer Wirkung sehr effizient und die finanziellen Ressourcen schonend arbeitet:
Personalausgaben des Landes für die Öko-SchuleDas Land Sachsen-Anhalt gewährt auf Grundlage oben genannter Richtlinien und Erlasse ein Abordnungsvolumen von ca. zwei Lehrer-Planstellen, aktuell 43 Stunden, verteilt auf fünf abgeordnete Lehrkräfte.
Personalausgaben der Stadt für die Öko-Schule Von dem im Verwaltungshaushalt 2008 aufgeführten 211.500,- € Ausgaben ist nur ein geringer Anteil für Hausmeister und Reinigung von ca. durchschnittlich täglich 3 Std. erforderlich. Weitere Personalleistungen sind nicht zwingend notwendig, der aktuelle Umfang des Sachausgabenbudgets für die Öko-Schule (3300,- €) kann in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich leicht selbstverwaltet werden.
Grundmiete 15.600,- €; davon Öko-Schule 40 % 6.240,- € Die Öko-Schule Halle-Franzigmark nutzt aktuell 3 Unterrichts-Räume unterschiedlicher Größe + ein selbst renoviertes Lehrerzimmer + einen kleinen WC-Bereich .
Der Haustierbestand und die Stallungen werden von der Öko-Schule mitunter genutzt, 2007/08 wurde das Thema Haustiere16 x = 7,8 % bestellt, davon 12 x von Grundschulklassen. Im Grundschulsegment macht das Thema 33 % aus. Wir halten es deshalb für wünschenswert, auch künftig ein Haustier-Thema für Halles Stadtkinder vorzuhalten.
Bewirtschaftungskosten (VerwHH 2008 2951 gesamt 33.300,- €) davon Öko-Schule 40 % = 13.320,- €
Sachausgabenbudget(VerwHH 2008 2951 gesamt 13.900,- €)2008 3300,- € = 23,8 % (2007 bekam die Öko-Schule nur 1800,- € aus diesem Budget zugeteilt. In den Jahren 2005 und 2006 wurden sogar noch weniger Mittel für die Öko-Schule bereitgestellt!)
5. Fernmeldeentgeld ( VerwHH 2008 2951 gesamt 1.100,-) davon Öko-Schule 0 %, da im Sachausgabenbudgetanteil der Öko-Schule enthalten!
Zusammenfassung geschätzte Ausgaben der Öko-Schule Halle-Franzigmark (ohne Personal): Grundmiete 6.240,- € Bewirtschaftung 13.320,- € Sachausgaben/ Fernmeldeentgeld 3.300,- € Gesamt 22.860,- € = 32,7 % der Sachausgaben des SUZ (ohne Verpflegung)
Zum Vergleich Schulgarten Am Galgenberg 22.700,- € Schullandheim Franzigmark 46.940,- € Raumflugplanetarium Peißnitz 102.800,- €
Zudem warb die Öko-Schule 2008 5000,- € Fördermittel des LVerwAmtes ein.
Fazit: Die Öko-Schule Halle-Franzigmark hat von den außerschulischen Lernorten in städtischer Trägerschaft gemeinsam mit dem Schulgarten am Galgenberg die geringsten Sachkosten und mit Abstand die geringsten Personalkosten!
|
|
Druckbare Version
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |